Türkei entdecken

Türkei, Land mit Geschichte

Türkei, Bosborus, Anatolien

Side

75 Kilometer östlich von Antalya, auf einer kleinen Halbinsel liegt der Ort Side. Dort scheint die Sonne 300 Tage im Jahr. Dieser Ort wurde im 7 Jh. v. Chr. von den Griechen gegründet.
Der Ort zeichnet sich durch eine malerische Altstadt, kleinem Fischerhafen, antikem Amphitheater, und schönen familienfreundlichen Sandstränden aus. Weitere Sehenswürdigkeiten wie die Überreste einer alten Stadtmauer, eine byzantinische Basilika, die Agora, sowie der Apollontempel machen den Ort zu einem Magneten für die Touristen.

Pamukkale

Die Kalksinterterrassen, das Weltkulturerbe in Pamukkale, liegen in der südwesttürkischen Provinz Denizli. Schon vor knapp 2000 Jahren suchten Kreislauf-, Rheuma- und Herzpatienten hier Linderung für ihre Leiden. Seine Blütezeit als Kurort hatte Hierapolis im zweiten und dritten Jahrhundert.
Wie ein unendlich breiter schneeweißer Wasserfall wirken die in der Sonne gleißenden Sinterterrassen. Wer nach Pamukkale fährt, sollte wenigstens eine Übernachtung einplanen.

TIP

Auf dem Weg nach Pamukkale liegt eine wenig beachtete seldschukische Karawanserei aus dem 13. Jahrhundert.

Etwas zur Geschichte

Mustafa Kemal Atatürk, kann man als der Vater der Türken bezeichnen. Ohne ihn gäbe den es den türkischen Staat in dieser Form nicht. Er wird deshalb in seinem Land sehr verehrt.
Nach der türkischen Niederlage im 1. Weltkrieg wurde das Land durch den Vertrag von Sevres von 1920 von den Allierten aufgeteilt. Ostthrakien und weite Teile der Ägäisküste sollte an die Griechen gehen, Mittelmeergebiete wurden den Italienern zugesprochen, Teile des Südostens Frankreich. Istanbul und die Meerengen wurden internationalisiert. Die Türkei war durch diesen Vertrag zerstört worden und bestand nur noch aus Zentralanatolien.

Mustafa Kemal organisierte den Widerstand gegen die Allierten und weite Teile des Landes wurden zurückerobert. Am 30. August 1922 gelang der entscheidende Durchbruch bei Dunlumpinar gegen die Griechen, die Griechen völlig geschlagen. Die Allierten erkannten, dass die Bedingungen des Vertrags von Sevres nicht zu halten waren. Am 24. Juli 1923 wurde der Vertrag von Lausanne unterzeichnet, der die Souveranität der Türkei in ihren heutigen Grenzen anerkannte.

Nun leitete Mustafa Kemal zahlreiche Reformen ein. Der Fez und religiöse Kleidung wurden verboten, bürgerliche Gesetze eingeführt, das arabische Alphabet abgeschafft.
Der Kemalismus besteht aus 6 Prinzipien:
- dem Nationalbewußtsein
- Klare Trennung zwischen Staat und Religion
- Republikanisches System
- Mobilisierung des Volkes
- Reformierung, Modernisierung
- Lenkung des Wirtschaftssystems durch den Staat

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