Kreta Europas südlichste Insel

Reisen und geniessen in EuropaDie Insel Kreta hat eine Menge Sehenswürdigkeiten und Ausgrabungen zu bieten.
Unter Anderem Ausgrabungen von den Römern, Ausgrabungen der minoischen Kultur mit ihrem weltbekannten Palast von Knosos(2000 und 1450 v.Chr.)und Festos und viele alte Grabstätten.
Weltbekannt ist auch die Lashitti Hochebene die ihr unten seht.

Kreta

Es ist die fruchtbarste Ebene Kretas mit vielen Winmühlen die zur Wasserbeförderung dienen. Hier soll auch die Geburtsstätte Zeus sein.(800m Höhe)

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Die Minoische Kultur, (2200 bis 1200 v. Chr.)

Die Minoische Kultur machte um das Jahr 2000 v. Ch. einen großen Sprung nach vorne und entwickelte sich zur führenden Kultur Europas. Man geht davon aus, das dieser Sprung durch die Handelskontakte nach Mesopotamien und Ägypten ausgelöst wurde. Außerdem liessen sich einige ägyptische Flüchtlinge in Kreta nieder.

Das Zentrum dieser minoischen Kultur war Kreta. Sie breitete sich aber auch auf andere Inseln (Thera und Rhodos)sowie der anatolischen Küste aus.
Die Hauptstadt dieser Kultur war der Palast von Knossos. Die Ruinen wurden erst im 20. Jahrhundert entdeckt.

Der Aufstieg der Minoer begründet sich durch ihre Wirtschaftsmacht. Sie bewahrten ihre wirtschaftlichen Vorteile durch ihre Kontrolle über den Schiffsverkehr in der Ägäis und dem Mittelmeer. Etwa 800 Jahre lang beherrschten sie den Handel in diesen Gebieten. Geschützt durch ihre Schiffe, waren die Minoer auf ihren Inseln so sicher, dass sie ihre Städte nie befestigten.

Kreta war reich an natürlichen Rohstoffen, an Ackerland, Wasservorräten, Holz, Kupfer und Gestein, und verfügte über den Zugang zum Meer. Die Minoer waren dank Landwirtschaft und Fischerei wohlhabend, aber es war hauptsächlich der Handel, der sie reich machte. Sie bauten Korn, Obst, Kräuter und Oliven an. Korn, Wein, Olivenöl, Holz, Keramiken und selbsthergestellte Güter waren ihre Hauptexportartikel. Sie importierten Zinn, Silber, Gold, Leinen, Luxusartikel und Rohmaterialien für die eigene Herstellung.

Die Minoer bauten keine großen Tempel. Ihre Religion wurde von Göttinnen beherrscht, die den Haushalt, die Felder und die Tiere beschützten.
Die Minoer bereiteten regelmäßig Opfergaben in Form von Lebensmitteln, Statuen und auch Menschenopfer. Es gibt eine berühmte Sage über einen Minotaurus, halb Mann, halb Tier, der in einem Labyrinth unterhalb des Palastes lebte. Jedes Jahr wurden dem Minotaurus junge Leute geopfert. Der Hohe Priester oder König trug bei der Opferung eine Stiermaske, um so die Illusion von halb Mann und halb Tier zu schaffen.

Die Minoer glaubten an ein Leben nach dem Tode und gaben ihren Toten Lebensmittel und andere Gegenstände, die von Nutzen waren. Zwei heilige Symbole waren Stierhörner und die Doppelaxt. Die Minoer entwickelten um 2000 v. Chr. eine Hieroglyphenschrift, vielleicht als Folge von den Handelskontakten mit Ägypten. Das Alltagsleben der Minoer war angenehm und relativ frei von Krieg und Unruhen, wie die vielfach prächtigen Fresken, Wandmalereien und anderen dekorativen Gegenstände bezeugen.

Der große Palast von Knossos war gleichzeitig ein gigantisches Lager. Dort fand die Verteilung von Lebensmitteln und anderen Waren statt. Der einzige König, dessen Name noch heute bekannt ist, war Minos, wobei sich das Wort minos, wie der ägyptische Ausdruck Pharao, eher auf das Amt als auf die Person bezog.
Eine Armee war für die Minoer nicht notwendig; sie verließen sie sich auf ihre Flotte, um die Feinde abzuwehren. Die minoischen Schiffe waren Galeeren, die auf beiden Seiten mit Ruderern bemannt waren. Schmale Galeeren waren schnell und wendig, so dass sie langsamere Tagessegelschiffe überholen konnten.

Das idyllische Leben der Minoer wurde durch Naturkatastrophen gestört. Die Ruinen deuten darauf hin, dass der Palast von Knossos im Jahre 1700 v. Chr. durch ein Erdbeben zerstört und wieder aufgebaut wurde. Ein Teil der nahe gelegenen Insel Thera wurde nach einem Vulkanausbruch verschüttet, und die dadurch ausgelöste Flutwelle traf wahrscheinlich Kreta und richtete beträchtlichen Schaden an. Die minoische Kultur erlitt unter den wiederholten Erdbeben und der Vulkanexplosion auf Thera große Verluste. Die Minoer sind noch heute für den sagenhaften Palast und die Fresken von Knossos bekannt, die zum Teil restauriert wurden. Dieser Palast mag der größte und schönste der späten Bronzezeit gewesen sein.

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