Der Koblauch, Allium sativum

KnoblauchDer Knoblauch gehört zu den Liliengewächsen und stammt aus Zentral- Ostasien. Seine Geschichte und seine Anwendung als Heilpflanze und Gewürzpflanze lässt sich bis 1550 v. Chr. zurückverfolgen.
Für die Bauarbeiter der Ägyptischen Pyramiden war er ebenso unverzichtbar wie bei der ersten Olympiade in Griechenland als Dopingmittel. 1858 konnte Pasteur seine antibakterielle Wirkung nachweisen.
Aus der Knoblauchzwiebel wächst im Frühjahr ein bis zu 1 Meter hoher Schaft, die Blätter sind breitlineal und zugespitzt. Der Knoblauch blüht von Juni bis August, die Blüten sind steril und in einer Dolde angeordnet mit ringsherum etwa 20 Brutzwiebeln, die für die Verbreitung sorgen. Im Boden entwickelt sich die weiße bis violette Zwiebel bis zu einem Durchmesser von 4 cm. Um die eiförmige Hauptzwiebel sitzen die Nebenzwiebeln, Knoblauchzehen genannt. Knoblauch Gesundheit

Heilwirkung

Der Knoblauch hat folgende Wirkung

Er wirkt vorbeugend gegen Arterienverkalkung und hilft gegen gegen Warzen, Fußpilz und Ohrenschmerzen.
Knoblauch wirkt antibakteriell, krampflösend und desinfizierend.

Fußpilz

Zur Behandlung von Fußpilz mehrere zerdrückte Zehen in warmes Wasser geben und ein wenig medizinischen Alkohol dazugeben. Alternativ einige zerdückte Knoblauchzehen mehrere Tage in Olivenöl einlegen. Das so gewonnene Knoblauchöl zweimal täglich zwischen die Zehen tupfen.

Warzen

Täglich eine Scheibe Knoblauch auf die Warze legen und it einem Pflaster abschliessen.

Verwendung im Mittelalter

Hilfe gegen Bisswunden, Haarausfall, Hautausschläge oder Lungenleiden. Im Spätmittelalter wurde er auch zur Behandlung der Pest herangezogen.

Bei der Entstehung der allgemeinen Arteriosklerose spielen das Cholesterin und die freien Radikale eine entscheidende Rolle. Knoblauch vermindert die Bildung freier Radikale und bewirkt eine deutliche Hemmung der Lipidperoxidation. Die Senkung der Blutspiegel von Cholesterin und Triglyzeriden wurde durch klinische Studien bewiesen. Außerdem wurden eine blutdrucksenkende und bei längerer Anwendung eine herzschützende Wirkung beobachtet. Durch seine gefäßerweiternde Wirkung verbessert der Knoblauch die Fließfäähigkeit des Blutes. Außerdem vermag der Knoblauch, die Thrombozyten- Aggregation zu hemmen.

Steckbrief

knoblauch

Pflanzenfamilie: Liliengewächs
Verwendete Pflanzenteile: Knolle
Inhaltsstoffe: Aminosäure L-Alliin, Enzym Alliinase, das aus Alliin den Wirkstoff Allicin freisetzt. Vitamin A , B1, Nicotinamid und Vitamin C, außerdem Hormone und Fermente sowie Jod und Spuren von Uran.
Sammelzeit: ganzjährig

Allicin, ein Inhaltsstoff des Knoblauchs, tötet im Labor sogar Bakterienstämme, die auf die wirkungsvollsten Antibiotika nicht mehr reagieren. Über diese Ergebnisse berichten britische Wissenschaftler in der Fachzeitschrift "Journal of Biomedical Science".

Anwendung in der Küche

Der Knoblauch hat die rechte Wärme
und er wächst aus der Stärke des Taues.
Für Gesunde und Kranke
ist er heilsamer zu essen als der Lauch.
Und er muss roh gegessen werden
weil sein Saft gemäßigt ist und die rechte Wärme hat.
Er schadet auch nicht den Augen.
Trotzdem wird aber wegen seiner Wärme das Blut
um die Augen des Menschen sehr erregt
aber nachher werden sie rein.
nach Hildegard von Bingen


Knoblauch ist aus keiner Küche mehr wegzudenken und kann vielseitig eingesetzt werden.

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